Human Design Grundlagen
Innere Autorität
Innere Autorität bezeichnet den im Chart abgeleiteten körperlichen Entscheidungsprozess. Sie ersetzt nicht Verantwortung und ist weder medizinischer noch rechtlicher Rat.
Was bedeutet innere Autorität?
Im Human Design beantwortet die innere Autorität nicht die Frage, was vernünftig, gesellschaftlich erwünscht oder theoretisch optimal erscheint. Sie beschreibt den individuellen Prozess, durch den eine Entscheidung körperlich tragfähig werden kann. Dieser Prozess wird aus der Definition des BodyGraphs abgeleitet und kann nicht nach persönlicher Vorliebe ausgewählt werden.
Strategie und Autorität gehören zusammen: Die Strategie bringt einen Menschen auf korrekte Weise mit einer konkreten Situation in Kontakt; die Autorität prüft anschließend, ob und wann diese Möglichkeit für ihn stimmig ist. Der Verstand darf Informationen sammeln, Konsequenzen bedenken und Erfahrungen ausdrücken, soll die persönliche Entscheidung jedoch nicht aus Angst, Druck oder Rechtfertigung erzwingen.
Die Autoritäten bilden eine Hierarchie. Eine Definition des Solarplexus führt zur emotionalen Autorität und benötigt Zeit. Ohne emotionale Definition können – abhängig von Typ und Chart – Sakral, Milz, Ego oder G-Zentrum maßgeblich sein. Bestimmte Projektoren gewinnen Klarheit über Stimme und richtige Umgebung; Reflektoren benötigen für große Entscheidungen den Mondzyklus. Autorität ist kein Garant für ein bestimmtes Ergebnis, sondern ein Weg, Entscheidungen als eigenes Experiment weniger aus Konditionierung zu treffen.
Emotionale Autorität
Klarheit entsteht über Zeit und nicht im emotionalen Hoch oder Tief. Es gibt keine Wahrheit im Jetzt; wichtige Entscheidungen dürfen eine emotionale Welle durchlaufen.
Sakrale Autorität
Die unmittelbare körperliche Reaktion des Sakrals zeigt sich oft als spürbares Ja oder Nein, Energie oder fehlende Energie auf eine konkrete Möglichkeit.
Milz-Autorität
Die Milz vermittelt eine leise, spontane Wahrnehmung von Sicherheit und Stimmigkeit im gegenwärtigen Moment. Ihr Signal wiederholt sich nicht notwendigerweise.
Ego-Autorität
Hier stehen Wille, Ressourcen und ein authentisches „Ich will“ beziehungsweise ein stimmiges Versprechen im Zentrum.
Selbstprojizierte Autorität
Richtung und Identität werden hörbar, wenn die eigene Stimme in einer aufnehmenden Umgebung spricht. Das Gegenüber dient als Resonanzraum, nicht als Ratgeber.
Mentale beziehungsweise Umgebungs-Autorität
Bei bestimmten Projektoren entsteht Klarheit durch die richtige Umgebung und das Aussprechen verschiedener Perspektiven mit vertrauten Menschen.
Lunare Autorität
Reflektoren nutzen für große Entscheidungen ungefähr einen Mondzyklus, um die wechselnden Aktivierungen und Perspektiven vollständig zu durchlaufen.